Workshop Linked Data 2018

Strategietag, 26. Oktober 2018

Am Haupttag wollen wir im gewohnten Format in disziplinübergreifender Runde der World-Cafés auf einer höheren, strategischeren Flughöhe miteinander reden. Wir mischen kräftig durch und lassen verschiedene Ideen und Ansätze der unterschiedlichen Branchen und Domänen zu Wort kommen. Sie sind die Protagonisten!

Fokusgruppen LiDa 2018 - Tag 2

World Café 1 - Linked Data Layer & Architektur

Erfolgreiche Entscheidungsfindung kann nur durch den Linked Data Layer erfolgen, da nur dieser flexibel und anpassbar ist (Hypothese).

Die intelligente Verknüpfung von Daten gewinnt immer mehr an Bedeutung, insbesondere wenn diese, wie heute üblich, aus verschiedenen Silos stammen. Allgemein bedeutet dies für den Nutzer gesteigerte Transparenz, ein substanzieller Mehrwert ist aber vor allem die Identifizierung von Zusammenhängen über einzelne Artefakte hinweg. Linked Data und eine entsprechend agile Architektur dienen diesem Ziel und haben das Potenzial, solche Mehrwerte für die Unternehmen freizusetzen.

Fragestellungen

  • Welche Architekturdesigns erlauben einen entkoppelten Aufbau eines Linked Data Layers?
  • Wie aktuell ist der Linked Data Layer wirklich oder kann er sein?
  • Wie flexibel soll die Architektur hinsichtlich der Geschäftsfälle und Datenquellen verhalten? Stichwort Konfigurierbarkeit, modellbasierte Architektur

Ihr Tisch-Pate: Ralf Rentschler, Daimler AG

Infos folgen

World Café 2 - UX & Nutzer

Der Mehrwert vernetzter Daten ist nur über eine einheitliche Nutzerführung nach neuesten UX/UI Erkenntnissen transportierbar (Hypothese).

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – aus dem privaten Umfeld sind Nutzer einfache Anwendungen und intuitive Benutzerführung gewohnt, sie werden als selbstverständlich wahrgenommen. Dahingehend werden zunehmend auch technische Applikationen im beruflichen Umfeld optimiert, nicht nur, um das Onboarding der „Digital Natives“ zu forcieren. Endanwender können ihre eigentliche Arbeit nur dann reibungslos durchführen, wenn benötigte Informationen leicht und einfach zugänglich sind. Neben der bloßen Bereitstellung der Daten sind hierzu vor allem kluge Visualisierungen der Zusammenhänge über Medienbrüche hinweg notwendig.

Fragestellungen


Ihre Tisch-Patin: Andrea Denger, AVL

Frau DI (FH) Andrea Denger ist seit 2015 als Program Manager Information Management in der AVL List GmbH in Graz im Bereich Instrumentation and Test Systems tätig. Frau Denger hat Information Management an der FH JOANNEUM in Graz studiert und war acht Jahre am Kompetenzzentrum – Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH, wo sie sich unter anderem mit den Themen Product Lifecycle Management, Systems Engineering und Future Engineering Workplace auseinandersetzte, mit einem Schwerpunkt auf den Einsatz neuer Technologien (u.a. Semantische Netze und Ontologien), sowie deren Visualisierung. 

World Café 3 - Linked Data im Markt

Linked Data ist das Allheilmittel für kränkelnde Informationsbeschaffung (Hypothese).

IoT, Big Data, Industrie 4.0, Systems Engineering, PLM, BI oder KI - letztlich bedeuten allesamt eine stetig wachsende Flut an Daten. Die schiere Menge, häufig gepaart mit strukturellen Widerständen, übersteigt oft die Möglichkeiten Ihrer Transformation in Information oder Wissen. Kann Vernetzung hier Abhilfe schaffen? 

Fragestellungen

  • Wie kann die Herstellung von Zusammenhängen in der aktuellen Diskussion der Buzz-Words eingeordnet werden?
  • Wo ordnet sich Linked Data im Konzert der Paradigmen ein bzw. welchen Beitrag kann Vernetzung für die einzelnen Ansätze leisten?
  • Kann Linked Data zusammenführen, was zusammengehört?

Ihr Tisch-Pate: Prof. Dr. Vahid Salehi, Hochschule München

Prof. Dr. Vahid Salehi leitet an der Hochschule München das Institut für „Engineering Design of Mechatronik Systems und PLM“, sowie das Zentrum für Industrie 4.0 und IoT mit der Vision die digitale Transformation und die Implementierung der zukünftigen Technologien in der Praxis aus Sicht der Forschung und Lehre zu realisieren.

Bevor er 2013 an die Hochschule berufen wurde, war Professor Salehi in verschiedenen Positionen in der Automobilindustrie im Bereich CAx-Technologien, PLM und strategische Produktentwicklung u.a. als Leiter Initialphase in der Produktstrategie bei der BMW Group in München tätig.

World Café 4 - Virtuelles Greenfield?

Vernetzung und Systems Engineering sind die grüne Wiese für das Brownfield (Hypothese).

Die Digitale Transformation bringt enorme Veränderung für Unternehmen mit sich. Alte Strukturen müssen hinterfragt werden, hat sie der Markt nicht eh schon überworfen. Geschäftsmodelle müssen angepasst, überdacht oder auch komplett neu entwickelt werden. Alles zurück auf Anfang?

Nun besitzt nicht jedes Unternehmen die Möglichkeit(en) auf der grünen Wiese neu zu starten. Allerdings ist es für eine (Neu)Konzeptionierung durchaus sinnvoll, zumindest gedanklich diesen Weg zu gehen: Wenn ich komplett neu anfangen könnte, wie würde ich vorgehen, was wäre meine Methode(n)? Eine Option: das Systems Engineering. Aufgrund seines ganzheitlichen End2End Ansatzes kann es die Methode der Wahl sein, da es über das Engineering hinaus den Produktionsplanungsprozess, Requirements Management bis hin zu Produktion und/oder Aftersales abdeckt.

Fragestellungen


Ihr Tisch-Pate: Sven-Olaf Schulze, Präsident GfSE

Sven-Olaf Schulze ist Absolvent der TU Braunschweig für Flugzeugbau / Leichtbau und verfügt über viele Jahre Berufserfahrung im Programm-, Projekt- und Qualitätsmanagement bei namhaften Herstellern der Luft- und Raumfahrt und Windindustrie. Seit 2012 ist er Senior Experte im Competence Center Entwicklungsmanagement bei der UNITY AG und berät nationale und internationale Kunden in der Luft- und Raumfahrtindustrie, der Windindustrie, der Automobilindustrie sowie dem Maschinen- und Anlagenbau. Er hat mehrere Jahre Erfahrung als Systems Engineering Dozent im Bereich Fahrzeug- und Flugzeugbau an der HAW Hamburg und ist vom TÜV Rheinland ® berufener GfSE-Assessor für die berufsbegleitende SE-ZERT® Weiterbildung zum Certified Systems Engineer (GfSE)® und ist Certified Systems Engineering Professional (CSEP) von INCOSE. Von 2003 war er 2. Vorsitzender der GfSE e.V., dem German Chapter of INCOSE, den er seit 2008 als Vorstandsvorsitzender führt.

Ihr Ansprechpartner

Marc Fauquembergue